Fünf Künstler, die sich in sehr unterschiedlicher Art und Weise mit dem Werkstoff Glas beschäftigen, haben sich im Rahmen eines dreitägigen Symposiums künstlerisch mit dem Thema

 
 „ S C H U T Z R A U M “

auseinandergesetzt:

bewahren/ konservieren/ abgrenzen/ verstecken/ hüten/ wachen/ verteidigen

geschützter Raum - schützender Raum

 

Es gibt ein Innerhalb und Außerhalb des Raumes. Der Schutzraum trennt Gegensätzliches voneinander.

Einerseits kann das zu schützende Gut, das Wertvolle, von einem abgrenzenden Raum umgeben sein: Naturschutzgebiet – Reservat – werdendes Leben – Gewächshaus – Tresor – Vitrine – Konserven – Faradayscher Käfig.

Anderseits kann das Gefährliche, das Bedrohliche, in einem Raum eingeschlossen sein: Reaktor – Gefängnis – Käfig – Kanalisation – Gift.

 

Geschützt wird vor allem das Leben. Geschützt wird, was im Wertmaßstab der Gemeinschaft wertvoll ist, was erhaltenswert scheint, was nützlich ist. Was innerhalb oder außerhalb des Schutzraumes ist, hängt von dem Ausmaß und dem Gewicht der Gegensätze ab.

Material Glas  als Schutzraum - fast provokant? ein Widerspruch? 
Wenn, dann schon Panzerglas! Oder Glas als metaphorisches Material für Bedrohtes und Verletzbares?

 

Der Hüttenofen behütet exemplarisch die Schmelzmasse im Schutzraum; als Ort, der die physikalischen Bedingungen einer Kondition erfüllt, und doch nur die Station eines Vorganges, der Verfügbarkeit, darstellt.

Schutzräume sind angreifbar, sie definieren sich über ihre Funktion.

Das ist ein Gedankenansatz, der einen Einstieg in die Arbeit mit dem Material Glas zum Thema „Schutzraum“ bietet und uns über die eigenen Grenzen, Bedürfnisse und gesellschaftliche Probleme nachdenken lässt.

 

 

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